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Die Familiengeschichte auf einen Blick

Diese Webseite verbindet Chronologie, Stammbaum und ergänzende Hintergründe zu einer übersichtlichen Darstellung der Familiengeschichte.

Rubrik 1

Kleine Chronologie der Schwießelmänner

Ein Überblick über wichtige Stationen, Orte und Entwicklungen der Familie.

Eine kleine Chronologie der Schwießelmänner

Rubrik 2

Stammbaum-Diagramm

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Rubrik 3

Lebenserinnerungen

Johann Schwießelmann Stahlgewitter Aus meinem Leben (1919–2011)

Ein Leben zwischen Dorfschule, Reichsarbeitsdienst und Frontdienst.

Als Sohn einer Tagelöhnerfamilie wurde ich am 9. Februar 1919 auf dem Rittergut des Herrn v. Plessen in Dolgen bei Laage geboren. In Dolgen mit dem schönen See und der herrlichen Umgebung bin ich aufgewachsen. Im April 1925 kam ich zur Schule und besuchte acht Jahre die einklassige Dorfschule in Striesdorf. In unserer Schule herrschte Zucht und Ordnung. Der Rohrstock, dei Gäl, wie wir sagten, stand auch nicht umsonst an der Wand. Herr Severin wusste damit umzugehen. Im Unterricht wurde hochdeutsch gesprochen, oewer in ne Paus un tau Hus, käm kein hochdütsch Wurt öwer uns Lippen. Plattdütsch, dat wier uns Muddersprak.

1933 wurde ich gemeinsam mit gleichaltrigen Jungen und Mädchen in der Hohen Sprenzer Kirche konfirmiert. Danach arbeitete ich auf dem Gut in Dolgen. Dabei habe ich alle Landarbeiten kennengelernt. Natürlich kann ich mit vier Pferden fahren. Im Winter 1937/38 wurde ich zum Reichsarbeitsdienst nach Neukirchen bei Bützow einberufen.

Nach meiner RAD-Zeit arbeitete ich zunächst wieder auf dem Gut in Dolgen. Im November 1938 wurde ich zur Wehrmacht einberufen. Ich diente bei der bespannten Artillerie in Rostock. Am 1. September 1939 erhielten wir den Befehl zum Angriff auf Polen. Somit hatte der verhängnisvolle Zweite Weltkrieg begonnen.

Im Juni 1940 wurde unsere Division an die französische und belgische Grenze verlegt. Wir nahmen an der Offensive im Westen teil. Frankreich wurde in etwa sechs Wochen besiegt. Bereits im Mai 1941 wurden wir wieder verladen. Per Bahn ging die Reise nach Ostpreußen. Im Juni begann der Angriff auf die Sowjetunion.

Es gelang dem Feind, sechs deutsche Divisionen, darunter auch unsere, bei Demjansk einzukesseln. Es begann eine sehr schwere Zeit. 10 Monate, meist bei großer Kälte und chronischem Hunger, mussten wir durchhalten. Unsere Pferde haben fast alle nicht überlebt, sie sind verhungert.

Am 7. Dezember 1945 haben Frieda und ich in Upahl geheiratet. Bei der Aufsiedlung des Gutes im Zuge der Bodenreform übernahm ich eine 8 ha große Siedlung. Nach einigen Jahren hatten wir vier Kühe im Stall, zwei Pferde, Jungvieh, Hühner, Enten und Gänse und 15–20 Schweine.

1960 mussten dann alle LPG-Mitglied werden. Im März 1961 wurde ich Viehzuchtbrigadier. Im Frühjahr 1981 erkrankte ich sehr schwer an einer Blutkrankheit und musste 1983 in Invalidenrente gehen. 1984 wurde ich Altersrentner. Am 16. Juni 1996 verstarb meine Frau. Seitdem wohne ich allein.

Johann Schwießelmann Stallgeruch Aus meinem Leben in der LPG

Vom Neubauernhof in Dolgen bis in die LPG: Arbeit, Wandel und Alltag.

Meine Neubauernzeit währte nicht lange, nur rund 14 Jahre. Schwer war die Zeit, aber es ging vorwärts mit unserer Siedlung und wir hatten Freude an der Arbeit. Gegenseitige Hilfe wurde großgeschrieben. So wollte es der Staat. Der sozialistische Staat wollte aber auch, dass das Einzelbauerntum 1960 vorbei sein sollte.

Im März 1961 wurde ich als Feldbaubrigadier eingesetzt. Damit war ich für die Feldwirtschaft auf unserer Dolgener Feldmark verantwortlich. Einige Jahre später übernahm ich auch die Viehwirtschaft: Milchkühe, Schweinezucht und -mast, Kälber- und Färsenaufzucht und Mastbullen.

In der gesamten Viehwirtschaft arbeiteten ständig über 30 Männer und Frauen. Mein Arbeitstag hatte 10 bis 16 Stunden ohne Überstundenzulage. Ich fuhr von Ort zu Ort und Stall zu Stall mit dem Motorrad. Auch Sturm und Regen oder eisige Kälte konnten mich nicht davon abhalten.

Mitte der 1970er Jahre vereinten sich die beiden LPG Groß-Lantow und Kronskamp. Rund 1.200 Schweine, 850 Kühe, Mastbullen, gesamtes Jungvieh und 2.000 Legehennen – dafür war ich verantwortlich. Unsere Mastschweine waren immer von hoher Qualität. Franzosen, Belgier und Westberliner holten die Schweine mit großen Viehtransportern aus Laage ab.

Rubrik 4

Kontakt

Bei Fragen, Ergänzungen oder Hinweisen zu Familienforschung gerne melden.

Betreiber

Dr. Christian Schwießelmann

christian (punkt) schwiesselmann (at) gmail (punkt) com

14548 Schwielowsee

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